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Energiedatenmanagement, das zu Ihnen passt

Zeitreihen, Lastgänge, Marktdaten und Prognosen landen bei den meisten Häusern in drei Systemen und vier Excel-Dateien. Wir bauen die Schicht darunter — und das Dashboard darüber, auf das jemand wirklich schaut.

Wir betreiben diese Systeme selbst am tschechischen Intraday- und Regelmarkt. Dieselben Bausteine bauen wir für Kunden.
Auf dieser Seite
  1. Was EDM in der Praxis heißt
  2. Marktdaten anbinden
  3. Bilanzkreismanagement
  4. Digitalisierung der Energiewirtschaft, konkret
  5. Dashboards, auf die jemand schaut
  6. Lastganganalyse und Auswertung
  7. Für wen das passt
  8. Woher wir kommen

Was EDM in der Praxis heißt

Energiedatenmanagement klingt nach einem Produkt, ist aber eine Aufgabe: Zeitreihen aus vielen Quellen zusammenführen, plausibel halten und für die Entscheidung bereitstellen, die gleich ansteht. Lastgänge aus dem Messstellenbetrieb, Fahrpläne, Marktdaten von der Börse, Prognosen für Wind und Sonne, abgerufene Regelenergie — jede Quelle mit eigenem Format, eigener Verzögerung und eigenen Lücken.

Woran es typischerweise scheitertWas wir dagegen bauen
Jede Datenquelle hat ihr eigenes Zeitraster — 15 Minuten, Stunde, unregelmäßig — und beim Zusammenführen verrutscht etwas.Eine Ingest-Schicht, die Auflösung und Zeitzone pro Quelle kennt und beim Umstellen der Sommerzeit nicht auseinanderfällt.
Daten werden nachträglich korrigiert, die Auswertung von gestern stimmt heute nicht mehr.Versionierte Ablage: der Stand von gestern bleibt abrufbar, und Sie sehen, was wann bekannt war.
Die Marktdaten liegen in einem System, die eigenen Messwerte in einem anderen, und verglichen wird in Excel.Eine Datenbasis für beides, mit einer API, auf die Ihre bestehenden Systeme zugreifen.
Niemand merkt, wenn ein Feed ausfällt — bis die Zahl im Bericht fehlt.Überwachung pro Quelle mit Alarm, bevor jemand die Lücke im Report entdeckt.

Marktdaten anbinden

Den Großteil unserer Arbeit machen die Schnittstellen aus, nicht die Oberfläche. Wir haben die meisten europäischen Quellen schon angebunden und die Eigenheiten dokumentiert:

Veröffentlichungszeitpunkt schlägt Datenqualität. Für eine Entscheidung um 14:00 ist eine gute Zahl, die um 15:00 kommt, wertlos. Wir legen für jede Reihe fest, wann sie tatsächlich verfügbar ist — nicht, wann sie sich auf etwas bezieht. Genau daran scheitern die meisten Auswertungen, die in der Vergangenheit hervorragend aussehen.

Bilanzkreismanagement

Ein Bilanzkreis ist erst dann gut geführt, wenn die Abweichung klein bleibt und man vor der Lieferstunde weiß, wohin sie läuft. Das ist eine Datenaufgabe: Fahrpläne gegen Prognose, Prognose gegen Ist, und beides gegen das, was der Übertragungsnetzbetreiber tatsächlich abruft.

Wir bauen diese Sicht als Dashboard, nicht als Monatsbericht. Der Unterschied entscheidet, ob jemand noch reagieren kann.

Digitalisierung der Energiewirtschaft, konkret

Das Wort steht in jeder Broschüre und meint selten etwas Genaues. Bei uns heißt es: die Schritte automatisieren, die heute jemand von Hand in Excel macht — Daten holen, prüfen, zusammenführen, weitergeben.

Software für Stadtwerke ist dabei ein eigener Fall. Das Standardsystem kann meist alles, nur nicht das eine, was gerade gebraucht wird, und es zu ersetzen wäre unverhältnismäßig. Die sinnvolle Antwort ist fast immer ein Aufsatz, der sich die Daten holt und zurückschreibt — kein neues Kernsystem.

Dashboards, auf die jemand schaut

Ein Dashboard ist kein Bericht. Ein Bericht wird gelesen, ein Dashboard wird bedient — während der Markt läuft. Was darauf gehört, entscheidet die Frage: welche Entscheidung steht in den nächsten fünfzehn Minuten an?

Wir bauen Live-Ansichten für Portfolio und Position, Abweichung von Fahrplan, Preise und Spreads, abgerufene Regelenergie, Prognose gegen Ist. Alles aktualisiert sich, wenn die Daten ankommen, nicht nach Zeitplan. Wie das aussieht, zeigt unsere Fallstudie zum Regelmarkt-Dashboard.

Lastganganalyse und Auswertung

Wo hört Messdatenmanagement auf und wo fängt die Auswertung an? In der Praxis nirgends — sobald die Energiedaten sauber an einem Ort liegen, ist die Lastgang Analyse nur noch eine Abfrage. Deshalb ist eine gute Energiemanagement Software zu neun Zehnteln die Schicht darunter und zu einem Zehntel die Oberfläche.

Wenn die Daten erst einmal an einem Ort liegen, wird das Rechnen billig: Lastgänge nach Kundengruppe, Abweichungsanalyse, Deckungsbeitrag pro Fahrplan, Backtests gegen tatsächlich veröffentlichte Werte.

Beim Backtesting achten wir auf eine Sache besonders: gerechnet wird mit dem, was zum Entscheidungszeitpunkt bekannt war. Die endgültige Ausgleichsenergiepreis-Zahl kommt einen Tag später — wer damit rechnet und behauptet, er hätte danach gehandelt, betrügt sich selbst. Wie groß dieser Unterschied ist, haben wir an 92 000 Viertelstunden gemessen.

Für wen das passt

PasstPasst eher nicht
Energiehändler und Direktvermarkter, die im Intraday- oder Regelmarkt aktiv sind.Wer ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 sucht — das ist eine andere Aufgabe.
Stadtwerke, deren Standardsystem alles kann außer dem, was gerade gebraucht wird.Wer eine vollständige ETRM-Plattform von der Stange braucht. Wir verkaufen keine.
Betreiber von Speichern und virtuellen Kraftwerken, die Vermarktung rechnen und nachweisen müssen.Leittechnik und SCADA — Anlagensteuerung machen wir nicht.
Teams, die Marktdaten in ihre bestehenden Systeme bekommen wollen, ohne alles zu ersetzen.

Wir arbeiten in kleiner Besetzung und nehmen wenige Projekte gleichzeitig. Wenn etwas nicht zu uns passt, sagen wir das, statt eine schlechtere Version davon zu bauen.

Woher wir kommen

Wir handeln selbst am tschechischen Intraday- und Regelmarkt — echte Positionen, echte Abrechnung, echte Verluste, wenn ein Modell falsch liegt. Alles auf dieser Seite stammt aus dieser Arbeit: die Live-Preise, die Marktleitfäden, die offenen Repositories.

Das ist der Unterschied, den wir anbieten. Ein React-Dashboard können viele schreiben. Weniger wissen, warum Ihr Ausgleichsenergiepreis gerade beim Zehnfachen des Day-Ahead-Preises steht oder welcher der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber die Zahl veröffentlicht hat, die Sie gerade ansehen.

Häufige Fragen

Was kostet so ein Projekt?
Das hängt davon ab, wie viele Quellen angebunden werden und ob es um eine Datenschicht, ein Dashboard oder beides geht. Nach einem Gespräch von dreißig Minuten schicken wir einen schriftlichen Umriss mit Preisrahmen — kostenlos und unverbindlich.
Ersetzt das unser bestehendes System?
Meistens nicht, und das ist auch selten sinnvoll. Die häufigste Form ist eine schnelle Schicht über dem System of Record: das Dashboard, auf das der Händler schaut, schreibt Positionen zurück, die das bestehende System dann abrechnet.
Arbeiten Sie auch mit unseren eigenen Daten?
Ja. Messwerte, Fahrpläne, Abrechnungsdaten — alles, was per API, SFTP oder Datei kommt. Marktdaten sind nur eine Seite; interessant wird es meist erst im Abgleich mit den eigenen Zahlen.
Wo sitzen Sie und in welcher Sprache arbeiten Sie?
Wir sitzen in Tschechien und arbeiten europaweit remote. Projektsprache ist Deutsch oder Englisch.

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