Zeitreihen, Lastgänge, Marktdaten und Prognosen landen bei den meisten Häusern in drei Systemen und vier Excel-Dateien. Wir bauen die Schicht darunter — und das Dashboard darüber, auf das jemand wirklich schaut.
Energiedatenmanagement klingt nach einem Produkt, ist aber eine Aufgabe: Zeitreihen aus vielen Quellen zusammenführen, plausibel halten und für die Entscheidung bereitstellen, die gleich ansteht. Lastgänge aus dem Messstellenbetrieb, Fahrpläne, Marktdaten von der Börse, Prognosen für Wind und Sonne, abgerufene Regelenergie — jede Quelle mit eigenem Format, eigener Verzögerung und eigenen Lücken.
| Woran es typischerweise scheitert | Was wir dagegen bauen |
|---|---|
| Jede Datenquelle hat ihr eigenes Zeitraster — 15 Minuten, Stunde, unregelmäßig — und beim Zusammenführen verrutscht etwas. | Eine Ingest-Schicht, die Auflösung und Zeitzone pro Quelle kennt und beim Umstellen der Sommerzeit nicht auseinanderfällt. |
| Daten werden nachträglich korrigiert, die Auswertung von gestern stimmt heute nicht mehr. | Versionierte Ablage: der Stand von gestern bleibt abrufbar, und Sie sehen, was wann bekannt war. |
| Die Marktdaten liegen in einem System, die eigenen Messwerte in einem anderen, und verglichen wird in Excel. | Eine Datenbasis für beides, mit einer API, auf die Ihre bestehenden Systeme zugreifen. |
| Niemand merkt, wenn ein Feed ausfällt — bis die Zahl im Bericht fehlt. | Überwachung pro Quelle mit Alarm, bevor jemand die Lücke im Report entdeckt. |
Den Großteil unserer Arbeit machen die Schnittstellen aus, nicht die Oberfläche. Wir haben die meisten europäischen Quellen schon angebunden und die Eigenheiten dokumentiert:
Ein Bilanzkreis ist erst dann gut geführt, wenn die Abweichung klein bleibt und man vor der Lieferstunde weiß, wohin sie läuft. Das ist eine Datenaufgabe: Fahrpläne gegen Prognose, Prognose gegen Ist, und beides gegen das, was der Übertragungsnetzbetreiber tatsächlich abruft.
Wir bauen diese Sicht als Dashboard, nicht als Monatsbericht. Der Unterschied entscheidet, ob jemand noch reagieren kann.
Das Wort steht in jeder Broschüre und meint selten etwas Genaues. Bei uns heißt es: die Schritte automatisieren, die heute jemand von Hand in Excel macht — Daten holen, prüfen, zusammenführen, weitergeben.
Software für Stadtwerke ist dabei ein eigener Fall. Das Standardsystem kann meist alles, nur nicht das eine, was gerade gebraucht wird, und es zu ersetzen wäre unverhältnismäßig. Die sinnvolle Antwort ist fast immer ein Aufsatz, der sich die Daten holt und zurückschreibt — kein neues Kernsystem.
Ein Dashboard ist kein Bericht. Ein Bericht wird gelesen, ein Dashboard wird bedient — während der Markt läuft. Was darauf gehört, entscheidet die Frage: welche Entscheidung steht in den nächsten fünfzehn Minuten an?
Wir bauen Live-Ansichten für Portfolio und Position, Abweichung von Fahrplan, Preise und Spreads, abgerufene Regelenergie, Prognose gegen Ist. Alles aktualisiert sich, wenn die Daten ankommen, nicht nach Zeitplan. Wie das aussieht, zeigt unsere Fallstudie zum Regelmarkt-Dashboard.
Wo hört Messdatenmanagement auf und wo fängt die Auswertung an? In der Praxis nirgends — sobald die Energiedaten sauber an einem Ort liegen, ist die Lastgang Analyse nur noch eine Abfrage. Deshalb ist eine gute Energiemanagement Software zu neun Zehnteln die Schicht darunter und zu einem Zehntel die Oberfläche.
Wenn die Daten erst einmal an einem Ort liegen, wird das Rechnen billig: Lastgänge nach Kundengruppe, Abweichungsanalyse, Deckungsbeitrag pro Fahrplan, Backtests gegen tatsächlich veröffentlichte Werte.
Beim Backtesting achten wir auf eine Sache besonders: gerechnet wird mit dem, was zum Entscheidungszeitpunkt bekannt war. Die endgültige Ausgleichsenergiepreis-Zahl kommt einen Tag später — wer damit rechnet und behauptet, er hätte danach gehandelt, betrügt sich selbst. Wie groß dieser Unterschied ist, haben wir an 92 000 Viertelstunden gemessen.
| Passt | Passt eher nicht |
|---|---|
| Energiehändler und Direktvermarkter, die im Intraday- oder Regelmarkt aktiv sind. | Wer ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 sucht — das ist eine andere Aufgabe. |
| Stadtwerke, deren Standardsystem alles kann außer dem, was gerade gebraucht wird. | Wer eine vollständige ETRM-Plattform von der Stange braucht. Wir verkaufen keine. |
| Betreiber von Speichern und virtuellen Kraftwerken, die Vermarktung rechnen und nachweisen müssen. | Leittechnik und SCADA — Anlagensteuerung machen wir nicht. |
| Teams, die Marktdaten in ihre bestehenden Systeme bekommen wollen, ohne alles zu ersetzen. |
Wir arbeiten in kleiner Besetzung und nehmen wenige Projekte gleichzeitig. Wenn etwas nicht zu uns passt, sagen wir das, statt eine schlechtere Version davon zu bauen.
Wir handeln selbst am tschechischen Intraday- und Regelmarkt — echte Positionen, echte Abrechnung, echte Verluste, wenn ein Modell falsch liegt. Alles auf dieser Seite stammt aus dieser Arbeit: die Live-Preise, die Marktleitfäden, die offenen Repositories.
Das ist der Unterschied, den wir anbieten. Ein React-Dashboard können viele schreiben. Weniger wissen, warum Ihr Ausgleichsenergiepreis gerade beim Zehnfachen des Day-Ahead-Preises steht oder welcher der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber die Zahl veröffentlicht hat, die Sie gerade ansehen.
Welcher Markt, welche Entscheidung das Werkzeug unterstützen soll und bis wann. Wir antworten an Werktagen innerhalb von 24 Stunden.
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